Sunrise Tour auf den Kelimutu Vulkan bei Moni

Am heutigen Tage hatten wir die Sunrise Tour auf den Kelimutu mit anschließender Wanderung über die Dörfer und Wälder zurück nach Moni ausgemacht. Das “Sunrise” kann man getrost erneut aus dem Begriff “Sunrise Tour” streichen.

Da unsere Sunrise Tour bereits um 4:30 am Morgen startete, standen wir um 3:45 auf und machten uns für die anstehende Wanderung fertig. Die erste unangenehme Überraschung fand im Bad unseres Hotels statt: wir hatten kein Wasser, da anscheinend entweder irgendein Generator ausgefallen, oder uns schlichtweg vom Hotelpersonal das Wasser abgestellt worden war.
Also mussten wir leider ohne erfrischende Dusche in den Tag starten und hatten auch ein kleines Problem mit der Toilette, was uns aber auch schon aus dem vorhergehenden Indonesien Urlaub bekannt war. Die Abholung durch Tobias und unseren Guide klappte wieder hervorragend und schon waren wir auf dem Weg zum Kelimutu. Die Fahrt zum Kelimutu führt ca. 45 Minuten über Serpentinen nach oben bis man zu einem Parkplatz gelangt. Am Parkplatz selbst hat man die Möglichkeit, sich noch mit Wasser oder kleinen Snacks einzudecken, von was wir aber keinen Gebrauch machten.
Wir hatten wieder unsere super LED Taschenlampe dabei, welche uns den kurzen Aufstieg zu den Kratern erleichterte. Gleich zu Beginn des Weges kommen einige Treppen, welche im indonesischen Stil gebaut wurden, also sehr hoch und steil und irgendwie nicht in europäischer Trittsequenz.
Es sind nicht sehr viele Treppen, aber direkt in der Früh war der Aufstieg schon kurzfristig etwas anstrengend. Danach führt ein Weg geradeaus durch einen Wald und man gelangt erneut an Treppen, über welche man die Aussichtspunkte des Kelimutu erreicht.
Hiervon existieren zwei, aber nur vom hinteren aus kann man alle drei Seen erblicken. Am Aussichtspunkt angelangt, erwartete uns eine Nebelsuppe und ziemlich frischer Wind.
Alle anwesenden Guides pfiffen, um den Wind weiter herbei zu rufen, welcher den Nebel vertreiben sollte. Oben am Aussichtspunkt befinden sich im Übrigen viele Händler, welche Getränke und diverse Snacks anbieten. Kaffeetrinker müssen sich also keine Sorgen machen, es ist für alles gesorgt. Wir nahmen uns einen leckeren Ingwer Kaffee, mit welchem wir uns etwas aufwärmen konnten. Innerhalb der ersten eineinhalb Stunden blitzen die Seen und die Sonne immer wieder einmal durch den Nebel, aber so richtig toll war es eigentlich nicht. Nachdem die Sonne richtig aufgegangen war, lichtete sich allmählich der Nebel und wir konnten alle drei Seen zum ersten Mal in voller Größe Begutachten.
An der Seite der Aussichtsplattform, von welcher man den schwarzen Kratersee sehen kann, kam ein Rudel Affen zum Vorschein, welche das Panorama noch interessanter gestalteten. Die beiden anderen Seen hatten eine türkise und dunkelblaue Färbung zum Zeitpunkt unseres Besuches. Kurz zuvor war der Kelimutu für Besucher geschlossen worden, da der türkise See weißliche Färbungen aufwies, was ein Signal für vermehrte Aktivität hätte sein können. Doch einige Tage vor unserer Anreise war der Vulkan zum Glück erneut zur Besichtigung freigegeben worden. Trotz Sonnenaufgang lagen alles Seen noch im Schatten der Krater, weshalb wir noch weiter warteten, bis die Sonne senkrechter stand. Nur mit der Sonne entfalten sich die Farben der Seen richtig, daher würde ich allen raten, erst gegen mittags zu den Seen hochzufahren und den Sonnenaufgang sein zu lassen.
Wenn man beides sehen möchte, könnte man sich natürlich auch zweimal hochfahren lassen, aber die Warterei im kalten Wind ist schon etwas mühsam. Wir verbrachten am Kelimutu in etwa fünf bis sechs Stunden und unser in seiner Jacke dick eingemummelter Guide hielt auch sehr tapfer durch. Bereits nach einigen Stunden Aufenthalts waren wir auch schon komplett alleine am Kelimutu. Wir wechselten später noch zum anderen Aussichtspunkt, von welchem man auch eine sehr schöne Perspektive hat.

http://www.youtube.com/watch?v=yOCAiEmhwMk

Kelimutu Crater Lakes, Flores Island, Indonesia

Den Abstieg wollten wir nicht über die Straße wahrnehmen, sondern mit einer schönen Wanderung verbinden. Unser Guide Xaver führte uns also über einen wunderschönen Weg in weiteren 3 Stunden über diverse Dörfer zurück nach Moni, wo wir noch einen sehr idyllisch gelegenen Wasserfall besuchten. Der Wasserfall befindet sich eigentlich direkt hinter dem Rainbow Café in Moni. Als wir dort ankamen, wusch ein Einheimischer gerade im Fluss ein süßes Fohlen.
Für alle, die vom Kelimutu selbst herunterlaufen und ebenfalls nicht den Weg über die Strasse nehmen wollen: nach dem Parkplatz geht man noch die Straße entlang und nach der ersten Biegung führt ein unscheinbarer Pfad in den Wald. Geht man diesen Pfad entlang, so gelangt man über Wald, Gebüsch und Gemüsegärten zu ersten kleinen Häusern. Eigentlich gibt es keine weiteren Abzweigungen, weshalb man sich nur schwerlich verlaufen kann. Sollte man sich unsicher sein, kann man ja auch einfach nur Einheimische fragen, oder sich einfach orientieren, indem man zum Kelimutu hochsieht, oder ins Tal blickt. In den Dörfern kann man sehr schöne Fotos machen und sich auch den Besuch eines “Traditional Village” sparen, da ältere Damen überall Ikat Stoff weben.
In Moni angekommen, nahmen wir ein Mittagessen ein und gingen wieder zurück in unser Hotel, wo wir ein kleines Nickerchen machten.
Am Abend organisierten wir dann unseren weiteren Transfer nach Maumere bzw. in eine der sich weiter östlich befindenen Bungalow Anlagen.
Unsere Abholung sollte am nächsten Morgen um 10 Uhr statt finden, weshalb wir noch genug Zeit hatten, um den großen Markt in Moni zu besuchen. Der Markt beginnt um 6 Uhr in der Früh, weshalb wir dort bereits gegen sieben Uhr zugegen waren. Der Markt bietet von Kleidung über Betelnüsse bis hin zu getrocknetem und frischen Fisch eigentlich alles, was man sich vorstellen kann. Überall sitzen hinter Ihren hübsch drapierten Gemüsebergen Betelnuss kauende ältere Damen, welche sehr interessante Fotomotive abgeben. Die gesamte Straße war im Übrigen voll mit roter Spucke der Marktdamen, was von der Betelnuss stammt. Die Betelnuss wird zusammen mit Kalk, welcher als Beschleuniger dient, gekaut und sorgt für einen blutroten Mund und Lippen. Die Frauen sehen also alle aus, als hätten Sie Lippenstift aufgetragen. Nur das konstante Ausspucken der Frauen wirkt auf Europäer anfanfs etwas befremdlich. Zudem greift das Kalk-Betelnuss Gemisch das Zahnfleisch und die Zähne der Konsumenten an, was zu kleinen oder größeren Mundbaracken führt.
Um zehn Uhr wurden wir dann von unserem Fahrer abgeholt, doch dazu mehr im nächsten Eintrag.

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