Komodo Tour Tag 2

Am zweiten Tag unseres Bootsausflugs auf die Komodo Inseln besuchten wir die Hauptinsel Komodo selbst, wo wir wirklich große Varane sahen, gingen am Pink Beach schnorcheln und wurden anschließend zurück in das kleine Dorf Labuan Bajo gebracht.

Ich wachte bereits relativ früh auf. Welche Uhrzeit es war, konnte ich leider nicht nachsehen, da mein Handy in meine Rucksack in direkter Nähe zur Schlafstätte des Holländers lag. Aber ich schätze mal, dass es gegen halb sechs gewesen sein muss, als ich den wunderbaren, farbintensiven Sonnenaufgang mitverfolgen konnte. Andi unser “Kapitän” war ebenfalls bereits wach und pumpte bereits per Hand Wasser aus dem Boot ab.
Als die anderen beiden auch aufwachten, konnten sie leider nur noch den kurzen Rest des herrlichen Sonnenaufgangs verfolgen. Wir warteten in aller Ruhe, bis alle andere Boote abgefahren waren und nahem unser Frühstück ein, welches aus frittierten Bananen bestand, welche wirklich sehr gut schmeckten. Dazu gab es Kaffee und dieser hat vor allem am Morgen eine Wirkung, welche manche nur all zu gut kennen mögen. Dies wiederum führte zu der Frage, die ich mir schon seit Beginn unsere kleinen Bootstour gestellt hatte: Bin ich im Stande, die sich im hinteren Teil des Bootes befindliche “Toilette” zu benutzen?
Diese war eigentlich ein kleiner, gezimmerter Verschlag mit einem asiatischem Hock-Klo. Ich möchte weitere Erläuterungen der Situation ersparen, aber das Ende der Geschicht, es geht sich nicht 🙂
Die Fahrtzeit zum Eingang der Komodo Insel betrug in etwa ein halbe Stunde, evtl. auch um einiges länger. Jedenfalls legten wir als drittes Schiff am Steg an, was uns sehr freute, die restlichen Schiffe vom Vorabend waren anscheinen ausschließlich wegen der Flughunde gekommen, oder hatten eine andere Route. Im Office der Insel angekommen, mussten wir nur unsere Eintrittskarten, welche wir in Rinca bereits gekauft hatten zeigen und eine kleine Gebühr für weiß Gott was bezahlen und schon konnten wir mit unserer Tour beginnen. Unser Tour Guide war ein sehr netter Kerl, welcher vom Komodo Village stammte, aber bereits 5 Jahre lang auf einer Palmölplantage in Malaysia gearbeitet hatte.
Wir wählten – wie auf Rinca auch – den Long Trek, da die nächstlängern mit über fünf Stunden zu Buche schlugen, uns aber nicht derart viel Zeit zur Verfügung stand.

Komodo Island

Also starteten wir unsere Tour. Was ich bisher noch nicht erwähnt hatte, aber eine lustige Sache ist: die Rangers nehmen zu jeder Tour einen langen Holzstock mit, welcher eine Gabelung am Ende aufweist. Mit dieser können sie einen Varan im Notfall am Boden fixieren. Ob es im Notfall tatsächlich möglich ist, eine über 100 Kilogramm schwere Echse damit zu fixieren, steht in den Sternen, aber etwas wertvolle Zeit gewinnt man dadurch sicherlich. Varane können bis zu 18 km/h schnell laufen und obwohl sie meist etwas träge wirken, bin ich mir sicher, dass sie schnell agieren können. Daher empfehlen die Ranger anfangs, einen Mindestabstand von fünf Metern zu den Varanen einzuhalten. Diese Regel scheint aber eher eine Empfehlung zu sein, welche die Ranger nicht zu genau nahmen, was sich im späteren Verlauf der Wanderung erwies.
Direkt am Beginn unserer Wanderung entdeckte unser Guide zwei Seeadler, welche in der Astgabel eine alten Baumes saßen, wirklich wunderbar, die Tiere so nahe sehen zu können. Zudem gibt es auf Komodo sehr viele wilde Tauben, welche sehr hübsch anzusehen sind. Auf dem weiteren Wege entdeckten wir auch einen Varan, einen regelrechten Koloss von dem wir sehr schöne Bilder machen konnten. Die fünf-Meter-Abstand-Regel wurde aufgehoben, als der Ranger mich aufforderte, hinter den Varan zu gehen, um ein gutes Foto mit mir und dem Ungetüm machen zu können. Stück für Stück forderte er mich auf, näher an den Varan heran zu gehen, um ein gutes Foto machen zu können. Letztendlich war ich so nahe an dem “Dragon”, wie die Einheimischen ihn nennen, dass ich dessen Schwanz anfassen hätte können. Leider wurden die Bilder, welche der Ranger von der Aktion machte etwas unscharf, aber man mag vielleicht erkennen, wie massiv groß diese Tiere sind.
Wir verweilten noch lange bei diesem Varan, bis wir uns weiter auf den Weg machten. Die Wanderung auf Komodo war wirklich sehr schön, unser Holländer sah sogar eine fliegende Eidechse, welche von einem Baum auf den anderen über unseren Wanderweg sprang. Nach ca. zwei Stunden erreichten wir erneut unser Boot, mit welchem wir weiter zum Pink Beach fuhren.
An diesem angelangt, fragte ich mich als erstes, warum dessen Name denn Pink Beach sei, da er auf den ersten Blick wie ein normaler Strand aussah.
Aber am Strand selbst angekommen konnte man sehr gut sehen, dass die Brandung konstant rote Korallen anschwemmt, welche in Verbindung mit dem weißen Sand eine rosa Färbung ergeben. Dort schnorchelten wir erneut für ca. 2 Stunden, was ein sehr schönes Erlebnis war. Das Riff scheint mehr als intakt zu sein und wir konnten sogar einen Hai und einen großen Schwarm von Tintenfischen beobachten. Wieder auf dem Boot, machten wir uns auf dem Heimweg nach Labuan Bajo, welcher ungefähr drei weitere Stunden dauerte. Wir setzten uns an den Bug des Schiffes und genossen so die restliche Fahrt. Zurück in Labuan Bajo angekommen, checkten wir erneut ins Laprima ein, was sich erneut als etwas umständlich erwies – aber dazu an anderer Stelle mehr. Der Ausflug auf die Komodo-Inseln hat uns wirklich sehr gut gefallen und ich bin mir sicher, dass ich eines Tages an diesen wunderbaren Ort zurückkommen werde.
Am Abend gingen wir erneut im Treetop Restaurant essen und genossen den wunderbaren Sonnenuntergang von der offenen Terrasse aus.
Am nächsten Tag konnten wir in aller Ruhe ausschlafen und unsere Sachen zusammenpacken, da unser Weiterflug nach Ende erst gegen 14:30 gehen sollte und Check-Out Time um 12:00 war.

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