Tag 1: 20.08.2009
Da vom noch recht neuen Allgäu Airport in Memmingen das sardische Stätdchen Alghero angeflogen wird und wir schon lange einmal nach Sardinien wollten, entschlossen wir uns kurzerhand für einen 10-tägigen Urlaub auf Sardinien.
Da meine Freundin von Kindesbeinen an eine begeisterte Camperin ist, erklärte ich mich bereit, das Wagnis zu starten und den ersten Campingurlaub meines Lebens anzutreten.
Vom Allgäu Airport nach Alghero
Da unser Flug recht früh ging und wir noch ca. eine Stunde zum Memminger Flughafen fahren mussten, standen wir um ca. 6 Uhr in der Früh auf und machten uns auf den Weg. Am Flughafen angekommen, hatten wir das Problem einen Parkplatz zu finden, aber nach ein paar Minuten Suche hatten wir glück und konnten unser Auto auf dem Parkplatz des Flughafens abstellen.
Vom Parkplatz zum Terminal ist es ein ca. 5-minütiger Marsch, was sehr angenehm erscheint, wenn man die Wegstrecken von anderen, größeren Flughäfen gewöhnt ist.
Das Terminal des Allgäu Airports ist ziemlich überschaubar und ebenso war glücklicherweise die Warteschlange.
Ryan Air und das Gepäck…
Wie bereits vorher des Öfteren im Internet gelesen, achtet Ryan Air peinlich genau auf die Einhaltung eines Maximalgewichts von 15kg pro Gepäckstück, was zur Folge hatte, das viele Personen vor uns rechts von der Warteschlange Ihre Koffer umpacken mussten. Wir wurden davon leider auch nicht verschont, da ein Koffer 16kg wog. Handgepäckstücke dürfen im Übrigen ein Gewicht von 10kg haben, diese wurden beim Betreten des Gates ebenfalls sehr genau gewogen, ein wenig zu genau nehmen Sie es schon, die Jungs und Mädels von der Billigfluglinie.
Flug nach Sardinien
Der Flug an sich war sehr schön, da wir bei bestem Wetter in der Früh starteten. Somit breitete sich das komplette Alpenvorland vor sich in seiner ganzen Pracht aus und wir hatten einen perfekten Ausblick auf unsere Heimat, den Königswinkel Füssen mit den umliegenden zahlreichen Seen. Danach flogen wir über das Lechtal, sahen die ersten Gletscher und konnten noch Genua von Oben betrachten, bevor wir das Meer erreichten.
Irgendwann kam dann Korsika und ein wenig später waren wir auch schon am kleinen Flughafen von Alghero oder genauer gesagt Fertilia angekommen.
Unser Mietauto
Unser Mietauto hatten wir im Vorhinein bei einem Vergleichsportal für Mietwagen gebucht, welches ich nur wärmstens empfehlen kann, da man dort alles mit Hilfe von Filterfunktionen abfragen kann und die Buchung schnell und schmerzlos von statten geht. Uns war wichtig, dass im Preis bereits folgende Dinge enthalten waren:
- Unterbodenversicherung
- Vollkasko bei minimaler Selbstbeteiligung
- zweiter Fahrer
- Straßennutzungsgebühr
All diese Dinge fanden wir bei billiger-mietwagen.de und buchten dort bei dem operativen Partner Autoeuropa.
Die Autovermietungen am kleinen Flughafen von Alghero befinden sich in etwa 100m direkt gegenüber des Terminalausgangs und sind sehr leicht zu finden – man muß einfach nach ein paar kleinen Blechhütten Ausschau halten. Ein Tipp: man sollte sich beeilen, aus dem Terminal zu kommen, da die Schlange der Wartenden sonst schnell lang wird.
Die Suche nach unserem Mietauto auf dem Parkareal gestaltete sich etwas länger als erwartet, da der Lageplan, welchen man uns ausgehändigt hatte, ein wenig ungenau war.
Aber vielleicht waren wir einfach auch nur unfähig, letztendlich haben wir unseren kleinen silberfarbenen Lanica Y jedoch gefunden. Obwohl er zu diesem Zeitpunkt erst knappe 10.000 Kilometer auf dem Tacho hatte, war dieser schon rundum mit Dellen und Kratzern versehen, welche aber alle auf dem Zettel vermerkt waren.
Noch schnell unser Gepäck in dem nicht kleinen Kofferaum verstaut und schon konnte es Richtung Ostküste losgehen. Als Navi hatten wir Navigon für das iPhone dabei, welches sich im Verlauf der Reise als sehr zuverlässig erwies.
Fahrt an den Golf von Orosei
Da wir mitten in der Hauptsaison unterwegs waren, führte unsere Route uns grob gesagt zum Golf von Orosei an der Ostküste, wo wir einen der vorher recherchierten Campingplätze ansteuern wollten. Eine tolle Übersicht der Campingplätze in der Region Ogliastra, für die es sogar einen Download für google earth gibt, findet man hier.
Auf den ersten Kilometern fielen mir die Geschwindigkeitsbegrenzungen auf, welche meiner Meinung nach etwas rigide gesetzt sind. Nachdem mich ca. zehn Sarden überholt hatten, passte ich mich aber der Normalgeschwindigkeit an und hoffte auf das Nichtvorhandensein von Blitzern.
Obwohl die Entfernung vom Flughafen von Alghero nach Bari Sardo nur knapp über 200 Kilometer beträgt, zog sich die Fahrt ganz schön in die Länge, da man mitten durch das Land muß und einige Serpentinen und Bergstraßen überwinden muß.
Nach ca. drei Stunden erreichten wir Bari Sardo und machten und auf die Suche nach einem Campingplatz, wo wir unser Zelt aufschlagen wollten.
Der Campingplatz La Pineta
In Bari Sardo angekommen, machten wir erst einmal kurz Pause, um den Schweiß der Anreise bei einem ersten Bad im Meer los zu werden. Nach ca. einer ersten Stunde in der Sonne am Strand machten wir uns wieder auf, um einen Campingplatz zu finden.
Der erste Campingplatz, dessen Namen ich leider nicht mehr weiß, sagte uns nicht so zu, weswegen wir weiter zu einem kleineren Campingplatz namens “La Pineta” fuhren.
Dieser befindet sich in etwa 200 Meter vom Meer entfernt und ist netter kleiner Campingplatz inmitten eines Pinienwaldes.
Der Campinplatz war sehr gut belegt, aber wir fanden noch einen guten Platz für unser Zelt, an dessen Aufbau wir uns auch gleich machten.
Wie bereits erwähnt, war dies mein erster Urlaub mit Zelt und da meine Freundin auch nicht unbedingt als Meister des Zeltaufbaus bekannt ist, zog es sich eine Weile hin, bis wir die kunstvolle Installation unserer Behausung vollbracht hatten.
Der Campingplatz La Pineta verfügt über sauerber Sanitäranlagen, so gut wie das ganze Personal spricht Deutsch und das kleine Restaurant kann man nur empfehlen. Wenn Sie einen genaueren Blick auf den Campingplatz werfen wollen, oder selbst einen Campingplatz im Osten Sardiniens suchen, hier gelangen Sie zur Website des Campingplatzes La Pineta .
Ich muß allerdings noch erwähnen, dass sich in direkter Nachbarschaft ein weiterer, viel größeres Campinareal befindet, welches leider über ein eigenes, durchaus lautstarkes Animationsporgramm verfügt, welches man Wort für Wort mitverfolgen kann.
Dennoch ist La Pineta nicht zuletzt wegen seines günstigen Preises und netten Personals eine gute Wahl.
Lesen Sie hier weiter:
Sardinien Reisebericht Tag 2 – Wanderung zur Cala Goloritze
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