So langsam war es an der Zeit, von Nin Abschied zu nehmen, da wir weiter auf die Halbinsel Peljesac fahren wollten, um von dort einen Ausflug auf die Insel Korcula, dem Geburtsort von Marco Polo zu unternehmen. Meine Schwester verbrachte letztes Jahr einige Tag auf Korcula und empfahl mir diese Insel wärmstens. Wir hatten uns bereits im Vorhinein etwas im Internet erkundigt und planten, auf Peljesac in dem kleinen Dorf Zuljana eine Ferienwohnung zu suchen.
Fahrt nach Peljesac
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Auf der Fahrt nach Peljesac baute unser TomTom Navi mal wieder Mist und wir fuhren über einen gebirgigen Pass, welcher mir als Fahrer wirklich den letzten Nerv raubte. Auf dem Rückweg von Peljesac entschlossen wir uns, die Ratschläge des Navis zu mißachten und die illustre Strecke über die Küstenstraße nach Norden zu nehmen.
Wie dem auch sei, nach mehrstündiger Fahrt erreichten wir endlich wieder die Küstenstraße und kamen in Ston an, welches der erste Ort auf Peljesac ist.
Von Ston aus fuhren wir über Drace nach Janina, um von dort aus dann die Straße nach Zuljana zu nehmen. Die Fahrt auf Pelesac war sehr ansehlich, da auf der Halbinsel Wein angebaut wird und die Insel insgesamt sehr grün ist. Auch die wenigen Straßen sind in einem sehr guten Zustand und angenehm zu fahren. In Zuljana angekommen, entschlossen wir uns, erst durch das Dorf zu fahren, bevor wir aktiv mit der Suche nach einer Ferienwohnung begannen. Das Dorf besteht wirklich nur aus einer kleinen Ansammlung von Häusern, die sich rings um den netten Hafen drängen.
Unsere Ferienwohnung in Zuljana
Wir fuhren durch Zuljane und entschlossen uns aus Neugierde etwas weiter nach oben zu fahren, um einen Überblick über die Umgebung zu bekommen. Hierbei sahen wir einen sehr schönen Strand mit türkisblauem Wasser und entschlossen uns, dort ein Appartment zu suchen.
Gleich beim ersten Haus wurden wir fündig. Die Anlage verfügte über einige Ferienwohnungen und daran war ein wunderschöner Campingplatz angeschlossen. Wir mussten noch ein wenig warten, da aus unserem Appartment unsere Vorgänger gerade ausgezogen waren und die Putzfrau das Zimmer noch säubern musste. Währendessen blickten wir uns schon einmal ein wenig um und erkannten, dass das genau das war, wonach wir gesucht hatten. So gut wie keine Leute und eine herrliche Bucht direkt vor unserer Nase.
Nachdem wir unsere Sachen in die Ferienwohnung eingeräumt hatten, unternahmen wir einen kleinen Spaziergang durch Zuljana um uns mit einigen Lebensmitteln einzudecken. Danach legten wir uns direkt an den Strand und erholten uns von der langen Autofahrt. Ich ging auch gleich in der herrlichen Bucht ein wenig schnorcheln und entdeckte so einiges an Meeresgetier
“Unsere” Bucht in Zuljana
Am nächsten Tag pumpte ich unser Schlauchboot auf und wir ruderten aus der Bucht hinaus um zu sehen, was sich hinter einem kleinen Riff, das die Bucht auf der linken Seite begrenzte, verbarg. Da hinter dem Riff nur hohe Felswände zu sehen waren, ruderten wir etwas weiter und entdeckten einen kleinen Strand, der sich in einer herrlichen Bucht befand – in dieser Bucht sollten wir den Großteil unseres Aufenthalts in Zuljana verbringen.
Das erste Mal paddelten wir wie bereits erwähnt mit unserem Schlauchboot, welches wir dabeihatten. Da die Strecke aber mit dem Schlauchboot etwas beschwerlich zu bewältigen war, mieteten wir uns die darauffolgenden Tage ein Kanu im Camp Vucine, mit dem wir ca. 40 Minuten für die einfache Strecke benötigten.
Wir erkundigten uns ebenfalls nach einem Boot mit Außenborder, aber das war uns mit 60 Euro Miete pro Tag zu teuer und eigentlich hätte man dies ohne Bootsführerschein nicht fahren dürfen.
Im Grunde genommen machte das Kanufahren ja auch Spaß und ein wenig sportliche Betätigung tat uns ja auch ganz gut.
Ab und an kamen immer wieder Besucher in unsere Bucht, die aber nicht weiter störten, da Platz genug für drei bis vier “Grüppchen” ist ![]()
Zum Schnorchel war die Bucht wie geschaffen, es gibt dort zahlreiche unterschiedliche Fische in allen Formen und Farben und man konnte sogar in eine kleine Höhle hineinschwimmen und diese erkunden.
Essen in Zuljana
Wenn man in Zuljana essen gehen will, bietet sich einem nicht unebdingt eine große Auswahl. Wir entdeckten exalt ein Restaurant, welches den wunderbaren Namen “Ancora” hatte. Dort haben wir eigentlich so ziemlich alles gegessen, was auf der Karte stand, die wie wir es mittlerweile von kroatischen Restaurants gewöhnt waren, sich nicht durch Vielfalt auszeichnet.
Dennoch war das Essen im Restaurant gut und vor allem sehr günstig. Ein Bier zu trinken, während man den Sonnenuntergang von der Terrasse im Hafen beobachtet hat einfach was.
Ausflüge von Zuljana
Da uns Zuljana so gut gefiel, knickten wir unseren geplanten Ausflug nach Korcula und fuhren nur einmal nach Orebic und unternahmen einen Tagesausflug nach Dubrovnik, welches ca. 80km Autofahrt entfernt liegt.
Weiterlesen: Ausflug nach Orebic auf Peljesac
Fotos aus Zuljana auf Peljesac






Hallo und herzlichen Dank für diesen wunderschönen Reisebericht. Da wir Ende August bis Mitte September beabsichtigen, Zuljana ebenfalls aufzusuchen, würden wir uns freuen, wenn Ihr uns ein paar kleine Fragen beantworten könntet.
Es gibt doch zwei Campingplätze in dem Ort. Welcher ist mit einem Wohnwagen von 7m Länge leichter anzufahren und auf welchem ist das Platzangebot Wohnwagengerchter? Wir haben unseren kleinen 8 jährigen Sohn dabei und möchten ebenso gerne wissen, ob er sich in dem Ort wohl langweilen könnte oder ob da evtl.auch andere Kinder ( die möglichst Deutsch sprechen ) Ferien machen ? Also nur Eure Meinung…..
Über eine liebe Antwort würden wir uns sehr sehr freuen.Herzlichen Dank im Voraus. Unsere email-Adresse haben wir angegeben.
Liebe Grüße von Martina aus Bayern
Hallo Martina,
vielen Dank für das Lob, es freut mich sehr, wenn ich durch diesen kleinen Bericht ein wenig helfen kann.
Zu den Campingplätzen muß ich sagen, dass ich noch nie einen Wohnwagen von sieben Meter Länge gesteuert habe. Um zu den Campingplätzen zu gelangen müsst Ihr durch das kleine Dorf fahren, und die Straße ist nicht wirklich breit. Deine Frage, welcher Platz Wohnwagengerechter ist, kann ich ebenfalls nicht eindeutig beantworten, da ich kein Camper bin.
Aber ich werde mal meine Freundin fragen, die ist in dieser Hinsicht bewanderter.
Viele Freunde wird Euer Sohn nicht finden, es ist nicht wirklich viel los (zumindest, als wir da waren). Aber wenn er gerne schnorchel geht, oder Boot fährt, dann sollte er Beschäftigung genug haben. Also ich hätte mich als Kind dort nicht gelangweilt, aber ich konnte mich eigentlich immer sehr gut auch alleine beschäftigen.
Ich schreib das mit dem Wohnwagen, sobald ich meine Freundin gefragt habe. Ich würde Euch aber unbedingt das Camp Vucine vorschlagen, da gibt es einen Platz auf einem Hügel, von dem aus man einen herrlichen Blick über die Buch und das Meer hat.
Hallo Martina,
ich habe nun mit meiner Freundin gesprochen und sie meinte, dass ein 7m Wohnmobil dort schon Platz haben könnte, vor allem auf dem Plateau, das ich erwähnt hatte.
Aber um sicher zu gehen, würde ich an Deiner Stelle einfach mal bei den Eigentümern anrufen und nachfragen, die Frau spricht Deutsch und Englisch. Leider konnte ich die Telefonnummer nicht herausfinden, aber vielleicht kommst Du über die Adresse an die Nummer:
Camp Vucine, Familia Jeic, 20247 Zuljana, Kroatien / Damatia
Liebe Grüße,
Michael
Hallo Michael,
herzlichen Dank für die ausführliche Info. Das ist total lieb von Dir und ich habe mich sehr darüber gefreut.:-))
Ich werde mal auf dem Campingplatz anrufen. Irgendwie bekomme ich die Tel. Nr. heraus.
Ich bin ja froh, wenn dort nicht so viel los ist und es beschaulicher zugeht. Wir sind Animationsprogramm geschädigt…. Waren auf einem Campingplatz, auf dem Karaoke -Singen bis morgens um 3 Uhr stattfand und von allen Seiten Musik und sonstiger Lärm zu hören ist und das brauchen wir nicht noch mal
Na ja auf jeden Fall solls in der letzten August-Woche losgehen und kurz vor Ende der bayerischen Sommerferien ( 15.September) kommen wir wieder nach Hause. Vll. sieht man sich ja?
Euch auch einen schönen Urlaub, falls ihr noch weg fahrt und ganz liebe Grüße von Martina
Hallo Michael,
wir haben Vucine im September 1981 entdeckt. Wir zelteten in Prapratno (Ston) und wir suchten Zucker, der überall ausverkauft war. Im Dorfladen, der damals neben dem Restaurant lag, wurden wir fündig und machten danach noch einen Gang zur Mole. Dann folgten wir einem Trampelpfad am Felsufer der Halbinsel und landeten schließlich bei Maria Jeic, die auf ihrer Terasse Pfirsiche schälte und uns auf ein Glas Wein einlud.
Im nächsten Jahr zelteten wir in Vucine und später mieteten wir eines der Zimmer, die gerade fertiggestellt waren. Die Leute erzählten, dass in der Bucht ein Hotelkomplex geplant sei.
1987 waren wir zuletzt dort. Dann folgte der Bürgerkrieg.
Im Internet fand ich nun massenhaft Fotos von Zuljana und Vucine. Aber offenbar ist es im September so ruhig und leer wie früher. Im Sommer scheint Zuljana und Camp Vucine hoffnungslos überlaufen. Die Einheimischen haben offenbar das geplante Hotel verhindern können.
Eine Bitte: Geheimtipps wie die Paddeltour sollten nicht im Internet veröffentlicht werden. Erhaltet Euch und uns die letzten Paradiese in Europa. Sollen die Massen nach Spanien und Australien fliegen. Demnächst erhält Peljesac Autobahnanschluss. Was wird dann?
Gruß Karl Heinz