Gegen Ende des Urlaubs konnten wir es uns nicht nehmen lassen einen Ausflug ins „Kroatische Athen“ , also nach Dubrovnik zu unternehmen. Wir hatten uns gut informiert und wahren sehr gespannt auf die geschichtsträchtige Altstadt im Süden Kroatiens an der Adria, die auch zu der Liste der Weltkulturerben gehört.
Die Fahrt von Zuljana führte uns auf schnellstem (ca. 1 ¼ Std.) und auf direktem Weg nach Dubrovnik. Unser Weg ging direkt an der Küste entlang und war daher sehr schön und abwechslungsreich und va. diesmal sicher befestigt
.
Von der problemlosen Fahrt euphorisiert kamen wir gegen 12 Uhr in der kroatischen Mittagshitze in dem von Verkehr vollkommen verstopften Dubrovnik an. Unsere gute Stimmung wurde daher auch jäh zerstört, als wir verzweifelt versuchten einen stadtnahen Platz für unser Auto auf einem ausgewiesenen Parkplatz zu finden. Nach einer ca. 45-minütigen Irrfahrt durch die Innenstadt konnten wir dieses Problem jedoch dann auch erfolgreich lösen und parkten das Auto in der Seitenstraße in einem Wohnviertel . Tipp: Plant einfach ein paar Zusatz-Minuten mit ein und lasst euch nicht stressen, die Stadt entschädigt für alles!
In Dubrovnik
Letztendlich erreichten wir nach einem 20-minütigen Fußweg die Altstadt von Dubrovnik und mussten feststellen, dass wir uns nicht zu viel erhofft hatten. Der Anblick war trotz der extrem vielen Touristen einfach beeindruckend! Wir starteten unsere Besichtigungstour am Pile-Tor, einer der wichtigsten Zugänge durch die Stadtmauer in die Altstadt von Dubrovnik und heute der beliebteste Zugang zur Altstadt, weil man direkt die Pracht- und Shoppingmeile Stradun betritt. Unser Weg führte uns dort nicht direkt auf die Festungsmauer ,sondern wir entschieden uns zuerst die Innenstadt zu erkunden. Als erstes besichtigten wir das bekannte Franziskanerkloster der Stadt und die sich darin befindliche älteste Apotheke Europas.
Danach begutachteten wir den bekannten Onofrio-Brunnen. Dieser befindet sich rechts hinter dem Pile-Tor und wird von 16 Wasserspeiern geschmückt, von denen jeder Einzelne Beachtung verdient. Nachdem wir uns ein Eis zur Stärkung geholt hatten ging unsere Sightseeingtour weiter einmal über das ganze Stradun.
Hier spaziert man auf dem Marmor über der Bewässerungsanlage von 1468, immer in Sichtweite zu ein paar der spannendsten Bauwerke der Stadt. Trotz der vielen Touristen und dem recht kommerziellen Touches ist die Atmosphäre der Flaniermeile angenehm und sympathisch.
Von dort aus kommt man schnell zu Sehenswürdigkeiten wie dem Sponza-Palast, dem Glockenturm, der Rolandsäule, der Rektorenpalast , der Kathedrale Maria Himmelfahrt und vielen mehr. Bevor wir uns auf den Rundgang auf der historischen Stadtmauer begaben unternahmen wir noch einen kleinen Abstecher in das im südöstlichen Teil der Stadtmauer gelegenen Maritim-Museum mit Aquarium, dass angeblich eine tolle Darstellung des heimischen adriatischen Meers zeigen soll. Tipp: Spart euch das Geld und den Weg dort hin. Es handelt sich um ein extrem kleines, lieblos gestaltetes und vor Allem unspektakuläres Museum.
Die Stadtmauer umschließt die Altstadt in einem Kreis von nahezu 2 km Länge. Auf den legendären Rundgang gelangt man über mehrere Aufgänge – meist bei den Toren- und kann ihn über seine gesamte Länge begehen. Von hier oben hat man einen gigantischen Überblick über die ganze Altstadt und auch eine schöne Sicht hinaus, in die andere Richtung.
Diesen wunderbaren Blick kann man auch von zahlreichen kleinen Cafes und Kneipen auf der Befestigungsmauer länger genießen und sich für den restlichen, doch sehr langen Weg stärken – wirklich tolle Atmosphäre! Unser Rundweg endete an der Stellen an dem wir unseren Dubrovnikausflug gestartet hatten dem Pile-Tor und somit endete auch sehr schöner und entdeckungsreicher Tag.
Abschließend kann man wohl Dubrovnik definitiv als Ausflugsziel weiterempfehlen, jedoch mit dem Zusatz, dass man sich trotz seiner geschichtsträchtigen Atmosphäre hier immer wieder ein bißchen wie in Disneyland vorkommt durch seinen stark ausgeprägte kommerzielle Gestaltung. Tipp: Ausflugszeit möglichst nicht auf Hauptreisezeit legen, dann sind deutlich weniger Touristen in der Stadt!
Bilder aus Dubrovnik



















